** meine arbeit
fakten und wilde taxifahrer
sachen zum zuhören produzieren macht mir spaß. ich weiß nicht, wie viele stunden ich im regen in fußgängerzonen verbracht hab. mit mikro, aufnahmegerät, diversen kilos ersatzbatterien und natürlich NIE einem regenschirm. ich kann mich grob erinnern, dass es viele stunden waren...
was hinten rauskommt
ich produziere interviews. mit nicht-prominenten und prominenten, mit musikern, menschen des öffentlichen lebens, auswanderern und anderen wagemutigen.
ich produziere reise-reportagen von orten, die sie ihren kunden auf die ohren geben möchten. lasse beim kaffeetrinken in wien, dem gespräch mit dem zimmermädchen in london, der essensbestellung in shanghai und im wagen des wildgewordenen athener taxifahrers das aufnahmegerät laufen.
erzähle, wo ihre zuhörer sachen finden, geld ausgeben, schönes angucken, schlemmen und leute treffen können. und welcher der wildgewordene taxifahrer war.
zuhören: wo und wann
die reportagen, interviews und features werden längenmäßig etwa 45 minuten nicht überschreiten. so kann man in ruhe eine zeitlang zuhören, muss sich aber auch nicht auf ein wundsitzen einrichten...
-im flugzeug auf dem weg zum geschäfts- oder urlaubsziel kann der zuhörer entspannen bei allgemeinen interviews und biografien oder sich schon auf die atmosphäre im zielland oder der jeweiligen stadt einstimmen (länder- und städtereportagen und auswanderer-interviews). und der bord-spielfilm passt auch immer noch hinterher.
-in der bahn auf dem weg durchs land ist es für viele besonders wichtig, die außengeräusche abzuschalten und sich auf reisen zu begeben ? in diesem fall eine hörreise durch z. b. städte, die die bahn im programm hat.
3-2-1-meins
das medium ist schnell, man kann alles selber machen: rausgehen, fragen stellen, beitrag schneiden und vertonen, musik und atmo dazu und schon ist es sendefertig. nur das handwerk, und kein großer umstand. kein kamera- und tonmann, die erst die halbe wohnung/werkstatt/schule/garage/... auspegeln, umstellen, beleuchten und verhängen müssen.
was bisher geschah
gearbeitet habe ich für antenne düsseldorf, welle west, radio ffn, landesweit für radio NRW und den NDR. wie schon in **eine biografie kurz beschrieben, waren das moderationen, nachrichten-sprechen, reporter-dienste, und viele beiträge »basteln«.
ich finde, das wort »basteln« trifft es ganz gut, denn so ein beitrag fängt an, gestalt anzunehmen, bevor ich zu den gespärchspartnern rausgehe. bei den gesprächen gibt es dann oft aspekte und wendungen, die nicht vorgedacht oder geplant werden können. es ist toll, wenn zeit ist, ausführlich zu sprechen und noch schöner, dass ich mit dieser arbeit ganz offiziell meine neugier ausleben kann (wobei: ich finde ja das wort INTERESSE natürlich sehr viel schmeichelhafter...).
die bastelei geht dann im kopf auf dem weg vom termin zurück zum schnittplatz weiter. der wust an o-tönen und zwischenmoderations-texten sortiert sich schon mal im kopf. manchmal nur grob, manchmal ist da der beitrag schon fast fertig. namen, daten, fakten stehen mitgeschrieben im besten fall (...) auf nur einem block: schneiden, texten und hintergrund-geräusch+musik einfügen am computer ? anschließend die vertonung mit dem eigenen text.
ich finde, »basteln« passt irgendwie.
was auf die ohren
die hörbeispiele kommen in den nächsten tagen versprochen.
unter anderem werden dabei sein: heino, eine barbie-reparier-frau, eine LTU-crew in L.A., eine pipi-zielhilfe und thomas gottschalk (die aneinanderreihung klingt schon waaahnsinnig interessant, oder?)
und nu
hörbücher sind verkaufsschlager - die leute haben wieder lust, sich sachen anzuhören. allein im letzten jahr betrug der hörbücher-umsatz laut einem branchenmagazin um die 60 - 80 millionen euro.